{"id":799,"date":"2022-11-12T07:00:10","date_gmt":"2022-11-12T06:00:10","guid":{"rendered":"https:\/\/neuer.sand-im-getriebe.mobi\/?p=799"},"modified":"2025-12-15T08:24:47","modified_gmt":"2025-12-15T07:24:47","slug":"autoindustrie-umverteilen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.sand-im-getriebe.mobi\/en\/autoindustrie-umverteilen\/","title":{"rendered":"Autoindustrie? Umverteilen!"},"content":{"rendered":"<p><em>Unser Redebeitrag auf der Umverteilen-Demo in Berlin.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Beim Thema \u201eumverteilen\u201c und Autokapitalismus denken viele m\u00f6glicherweise als erstes an ultrareiche Gro\u00dfaktion\u00e4rsfamilien, deren Verm\u00f6gen durch Zwangsarbeit und Konformit\u00e4t w\u00e4hrend des Nationalsozialismus entstanden ist. Die Hauptaktion\u00e4rin und Aufsichtsr\u00e4tin bei BMW Susanne Klatten hat ein Verm\u00f6gen von circa 23 Mrd. Euro. Das macht sie zur reichsten Frau Deutschlands. Bini Adamszak hat k\u00fcrzlich in einem Tweet ausgerechnet, dass selbst der BMW-Konzernchef 2400 Jahre arbeiten m\u00fcsste, um das zusammen zu kriegen. Den Vergleich mit den normalen, aber relativ gut-verdienenden BMW-Arbeiter:innen oder den w\u00e4hrend der Corona-Krise als \u201esystem-relevant\u201c eingestuften Berufen wie Krankenpfleger:innen und Supermarkt:Kassierer:innen schenken wir uns an dieser Stelle.<\/p>\n\n\n\n<p>Solch ein unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfiger Reichtum muss besteuert werden. Denn: er ist erstens undemokratisch. Reichtum bedeutet im Kapitalismus auch immer mehr Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse. Susanne Klatten ist nicht zuf\u00e4llig Gro\u00dfspenderin der beiden Parteien, welche in der j\u00fcngeren Vergangenheit und gegenw\u00e4rtig den Verkehrsminister stellten bzw. stellen und eine vern\u00fcnftige Verkehrswende im Ansatz blockieren. Zweitens:\u00a0der Energie- und Ressourcenverbrauch wohlhabender Menschen ist um ein Vielfaches h\u00f6her als dem Durchschnitt hier und noch viel mehr dem im globalen S\u00fcden. Vollkommen zurecht k\u00f6nnen wir daher sagen: <\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p>CHANGE YOUR DIET FOR THE CLIMATE, EAT \u2013 THE \u2013 RICH!<\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<p>Mit RICH sind \u00fcbrigens auch die Autokonzerne an sich gemeint. Denn trotz Energiekrise und coronabedingter St\u00f6rung der weltweiten Lieferketten machen die gro\u00dfen Autokonzerne momentan Milliardenprofite. Das liegt daran, dass die Hersteller sich auf die Fahrzeuge fokussieren, welche die meisten Gewinne und besten Margen einbringen: sprich Modelle im Premium- und Luxussegment. Gerade deutsche Autokonzerne sind nach wie vor Weltmeister in der Produktion von klima- und umweltsch\u00e4dlichen Luxuskarren und SUVs. Dabei sind die Emissionen des Pkw-Verkehrs in Deutschland nur unwesentlich gesunken. Laut einer vorgestern von Greenpeace ver\u00f6ffentlichten Studie plant die globale Automobilbranche, noch fast 800 Millionen Autos mit Verbrennungsmotor zu verkaufen. Das sind 300-400 Million Verbrenner zu viel, um irgendwie kompatibel mit 1,5\u00b0 und dem verbleibenden Emissionsbudget zu sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichzeitig wird alles daf\u00fcr getan, die Verkehrswende auf eine Antriebswende zu reduzieren: Verbrennungsmotor und Tank raus, Elektromotor und Batterie rein. Fertig gewendet! Ignoriert wird dabei, dass auch ein e-motorisierter Individualverkehr bzw. die Produktion von Elektroautos jede Menge negative Auswirkungen auf Menschen und Umwelt hat, insbesondere im Globalen S\u00fcden. Die Automobilindustrie richtet ihre Produktion weder an Mobilit\u00e4tsbed\u00fcrfnissen noch an planetarer Grenzen aus. Vielmehr geht es einzig und allein um Profitinteressen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das zeigt sich auch an den gegenw\u00e4rtigen Gesch\u00e4ftsentscheidungen deutscher Hersteller: In Baden-W\u00fcrttemberg sollen bei dem zu\u00a0Daimler geh\u00f6renden Busproduzenten EvoBus\u00a0an zwei Standorten massiv Stellen abgebaut werden, um Kosten einzusparen. Also Arbeitspl\u00e4tze in genau jener Sparte, welche f\u00fcr eine sozial-\u00f6kologische Verkehrswende und den Ausbau des \u00d6PNV extrem wichtig w\u00e4ren. <\/p>\n\n\n\n<p>VW in Wolfsburg plant wiederum ein komplett neues und durchautomatisiertes Werk f\u00fcr eine E-Limousine auf gr\u00fcner Wiese: in Zeiten von Klimakollaps und Artensterben soll f\u00fcr eine Karre, die niemand braucht und wenige sich leisten k\u00f6nnen, also eine riesige landwirtschaftlich genutzte Fl\u00e4che versiegelt werden, ohne dass dabei neue Arbeitspl\u00e4tze entstehen. Soligr\u00fc\u00dfe gehen an dieser Stelle raus an die Aktivisti von StopTrinity, welche die geplante Baustelle seit September\u00a0blockieren und Wolfsburg zur zuk\u00fcnftigen Verkehrswendehauptstadt machen!<\/p>\n\n\n\n<p>Da es in den Vorstandsetagen nicht anzukommen scheint, was eigentlich abgeht, obwohl die Welt wahlweise brennt oder in Fluten versinkt, scheint ein anderer Weg notwendig. Was zuk\u00fcnftig produziert wird, darf nicht von Profitinteressen und Zahlungsbereitschaften eines Marktes abh\u00e4ngen. Nein, es bedarf einer demokratisch organisierten Mobilit\u00e4tswirtschaft, welche \u00fcber die gegenw\u00e4rtige betriebliche Mitbestimmung hinaus geht, in der die Mobilit\u00e4tsbed\u00fcrfnisse aller miteinflie\u00dfen und die vereinbar ist mit Klima und \u00d6kosystemen. Nicht Volkswagen, sondern Vergesellschaftung wagen \u2013 auch f\u00fcr Automobilkonzerne!<\/p>\n\n\n\n<p>Denn momentan wird kaum die Frage gestellt, wer sich denn \u00fcberhaupt ein schei\u00df Elektoauto leisten kann. Grunds\u00e4tzlich ist es so, dass 50% der Haushalte mit niedrigen Einkommen sich \u00fcberhaupt kein Auto leisten k\u00f6nnen, egal ob Verbrenner oder Stromer. Schaut man sich die Top 5 der meist verkauften Elektoautos an, so kosten vier davon \u00fcber 40.000\u20ac. Also wer kann sich das bitte leisten? Laut einer Studie, in welcher ein Profil von E-Auto-Fahrer:innen erstellt wurde, \u00fcberwiegend M\u00e4nner mit einem hohen Sozialstatus, welche h\u00e4ufig in Ein- oder Zweifamilienh\u00e4usern in guten und exklusiven Wohnlagen mit G\u00e4rten leben und die meist noch ein oder zwei weitere Pkws besitzen, denn sie sind (Zitat) \u201eAutofans und umweltbewusste Fahrer\u201c (Zitatende).<\/p>\n\n\n\n<p>Daher macht es auch total Sinn, dass der Staat den Menschen mit hohem Sozialstatus zus\u00e4tzlich 6000\u20ac an F\u00f6rderpr\u00e4mie beim Kauf eines Elektroautos schenkt. Diese Pr\u00e4mie ist \u00fcbrigens so gestaltet, dass bis zu 65.000\u20ac teure Autos bezuschusst werden. Wenn arme Menschen sich kein Auto leisten k\u00f6nnen und reiche Menschen noch Geld f\u00fcr ihren bonzigen Zweit- oder Drittwagen bekommen, dann ist das nichts anderes als eine Umverteilung von Arm nach Reich.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass dies kein Einzelfall, sondern die Regel in der Verkehrspolitik ist, zeigt sich, wenn man sich die F\u00f6rderung des motorisierten Individualverkehrs vs. den \u00f6ffentlichen Personenverkehr anschaut: Infrastrukturinvestitionen und umweltsch\u00e4dliche Subventionen \u00fcbersteigen die \u00f6ffentlichen Mittel f\u00fcr den \u00d6PNV und Fernschienenverkehr um ein Vielfaches. Und das 2022 noch immer neue Autobahnen wie die Fortsetzung der A100 in Berlin gebaut werden sollen, anstatt in Radwege und \u00f6ffentliche Verkehrssysteme zu investieren, ist ein Skandal.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der staatliche subventionierte Umstieg auf E-Automobilit\u00e4t sowie die staatliche Absicherung des Autoverkehrs also zu einer Umverteilung von Unten nach Oben f\u00fchrt und Ungleichheiten zementiert, ist auch das autozentrierte Verkehrssystem selbst durchzogen von Ungleichheiten:<\/p>\n\n\n\n<p>Erstens: die absolut ungleiche Raumaufteilung, insbesondere in der Stadt. Daf\u00fcr, dass in vielen Autos nur ein oder zwei Menschen sitzen und sie gleichzeitig nur circa eine Stunde am Tag bewegt werden, w\u00e4hrend sie in der restlichen Zeit unn\u00fctz rumstehen, brauchen Autos \u00fcbertrieben viel Platz. Weiter gefestigt wird diese Aufteilung durch die Stra\u00dfenverkehrsordnung als regulatorische Choreographie der autogerechten Stadt, indem sonstige Verkehrsteilnehmer*innen und \u00f6ffentlicher Verkehr im Stra\u00dfenverkehrsraum marginalisiert und benachteiligt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Welche krassen Abwehrreflexe ausgel\u00f6st werden, wenn versucht wird, sich den Raum wiederanzueignen, hat man letzte Woche gesehen, als Springerpresse, Gewerkschaft der Polizei, Politiker:innen von AfD bis Gr\u00fcne einen schrecklichen Fahrradunfall instrumentalisiert haben, um die Aktionen der Letzten Generation zu diskreditieren und kriminalisieren. Sand im Getriebe und SiG B solidarisieren sich mit der Letzten Generation. Auch mit den LG-Aktivisti aus M\u00fcnchen, die auf Grundlage des skandal\u00f6sen bayerischen PAG f\u00fcr 30 Tage ohne Prozess in Pr\u00e4ventivhaft gesteckt wurden.\u00a0Wir m\u00f6gen bez\u00fcglich Strategie und Aktionsform nicht einer Meinung sein. Aber eure Beharrlichkeit und euer Mut ist beeindruckend.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine zweite Ungleichheit und mit dem ersten Punkt verbunden ist der Aspekt der Sicherheit und Gesundheit. Zum Thema Sicherheit muss nicht viel gesagt werden. Alle die schon mal in Berlin mit dem Fahrrad unterwegs waren, k\u00f6nnen sicherlich von der ein oder anderen\u00a0<em>N<\/em><em>ahtoderfahrung<\/em> berichten. Gesundheitlich von den Emissionen des Autoverkehrs betroffen sind h\u00e4ufig einkommensschwache Menschen, welche notgedrungen an verkehrsintensiven Stra\u00dfen wohnen m\u00fcssen, aber auch Menschen mit Atemwegserkrankungen und Kinder.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine dritte Ungleichheit des autozentrierten Verkehrssystems ergibt sich entlang von Geschlechterdimensionen: Das autozentrierte Verkehrssystem ist Inbegriff von Machokultur, Sexismus und patriarchaler Gewalt. Das Auto ist dabei das Symbol und Mittel zur Aus\u00fcbung m\u00e4nnlicher Dominanz, der andere Verkehrsteilnehmer:innen weichen m\u00fcssen. Die Konsequenz daraus ist, dass M\u00e4nner deutlich h\u00e4ufiger Verursacher von schweren und t\u00f6dlichen Unf\u00e4llen sind. Gleichzeitig haben Frauen bei Autounf\u00e4llen ein deutlich h\u00f6heres Unfallrisiko. Diese Dominanz erstreckt sich auch auf die nat\u00fcrliche Umwelt: gr\u00f6\u00dfere Autos, h\u00e4ufigere Nutzung und l\u00e4ngerer Wegstrecken f\u00fchren wenig \u00fcberraschend zu deutlich h\u00f6heren CO<sub>2<\/sub>-Emissionen von M\u00e4nnern im Stra\u00dfenverkehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Der ganze Mobilit\u00e4tsbereich ist au\u00dferdem gepr\u00e4gt von einer riesigen Gender-Gap: In der Autoindustrie liegt der Anteil der nicht-m\u00e4nnlichen Belegschaft\u00a0unter 20%. Wenn Industrie und Gewerkschaft fordern, Arbeitspl\u00e4tze in der Automobilindustrie zu sichern, geht es dabei vornehmlich um die Jobs von M\u00e4nnern! Diese m\u00e4nnliche Exklusivit\u00e4t setzt sich in andere\u00a0Bereichen fort: Im Bundesverkehrsministerium, wo es noch nie eine Ministerin gab und Leitungsfunktionen \u00fcberproportional von M\u00e4nnern besetzt sind. In der Stadt- und Verkehrsplanung der St\u00e4dte und Kommunen. Und nicht zuletzt in den Vorstandsetagen der Verkehrsunternehmen. Verkehrspolitik und die Automobilindustrie scheinen eine der letzten M\u00e4nnerbastionen zu sein. Das beschissene Ergebnis davon ist jeden Tag sichtbar und erlebbar.<br>Mehr Frauen* und Vertreter*innen marginalisierter Gruppen in bestimmten Positionen garantieren noch keine sozial-\u00f6kologische und geschlechtersensible Verkehrswende. Doch gegenw\u00e4rtig wird der erwebst\u00e4tige Mann und sein Mobilit\u00e4tsverhalten als Ma\u00dfstab f\u00fcr Produktion und Planungen im Verkehrsbereich genommen, obwohl das Mobilit\u00e4tsverhalten von FLINTA-Personen, Sorgearbeitenden oder Menschen mit Behinderungen oft ganz anders aussieht.<br><br>Um den Bogen zur\u00fcck zum Thema der Demo\u00a0zu spannen: es bedarf auch konkreter Umverteilungen im Verkehrssystem:<\/p>\n\n\n\n<p>Umverteilung von \u00f6ffentlichem Raum, gerade in urbanen Gegenden. Dies h\u00e4tte eine geringer Exponiertheit&nbsp;durch Schadstoffe des Autoverkehrs zur Folge sowie mehr Sicherheit und Lebensqualit\u00e4t f\u00fcr alle: Bislang ist das Verkehrssystem auf die jungen und fitten sowie die Wohlhabenden zugeschnitten. Doch alte Menschen, Kinder und Menschen mit k\u00f6rperlichen Einschr\u00e4nkungen haben andere Bed\u00fcrfnisse nach sicherer Mobilit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Des Weiteren eine Umverteilung im Verkehrssystem aus feministischer Perspektive notwendig: Die Bewegungsfreiheit einiger darf nicht l\u00e4nger die Mobilit\u00e4t vieler anderer beschneiden. Mobilit\u00e4t muss unabh\u00e4ngig von Geschlecht, Einkommen oder Hautfarbe&nbsp;bezahlbar (oder am besten umsonst), barrierefrei sowie umweltfreundlich sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel ist also nicht nur eine sozial-\u00f6kologische Verkehrswende, sondern auch eine feministische und intersektionale.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Intersektional bedeutet, dass auch globale Ungerechtigkeiten in den Blick genommen werden. Diese sind h\u00e4ufig entlang rassistischer Kategorisierungen strukturiert. Automobilit\u00e4t ist ein wesentlicher Teil unserer imperialen Lebensweise, die erst durch Externalisierung und Gestaltung der gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse sowie Naturverh\u00e4ltnisse woanders erm\u00f6glicht wird. Also ein f\u00fcr den globalen Norden vorteilhafter Zugriff auf Ressourcen, Raum, Arbeitsverm\u00f6gen und Senken im globalen S\u00fcden, dessen\u00a0Menschen aufgrund kolonialer Vergangenheit nach wie vor rassistisch abgewertet werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Weltweit ist die deutsche Autoindustrie f\u00fcnftgr\u00f6\u00dfte Verbraucherin metallischer Rohstoffe.\u00a0Dabei ist sie fast vollst\u00e4ndig auf Rohstoffimporte angewiesen. Gerade durch die Digitalisierung der Autos und die Elektrifizierung des Antriebs steigt der Hunger nach Metallen. Batterierohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel, aber auch Bauxit und Eisenerz f\u00fcr Karosserien werden vorwiegend im globalen S\u00fcden abgebaut. Der Abbau geht mit massiven Umweltzerst\u00f6rungen einher, raubt die Lebensgrundlage der dortigen Menschen und f\u00fchrt zu massiven Menschenrechtsverletzungen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend\u00a0 der meiste Reibach entlang der automobilen Wertsch\u00f6pfungskette\u00a0in Deutschland gemacht wird, bleibt dort, wo die Rohstoffe gef\u00f6rdert werden und negative Folgen auf Menschen und Umwelt am gr\u00f6\u00dften sind, am wenigsten h\u00e4ngen. Die Rohstoffversorgung ist dabei nur eine Dimension neokolonialer Ausbeutungsmechanismen im Autokapitalismus. Der gewaltige Energiehunger, Ausbeutung von Arbeiter:innen und die Entsorgung der Schrottkarren sind weitere.\u00a0<br>Als Sand im Getriebe solidarisieren wir uns mit den K\u00e4mpfen gegen Extraktivismus und Neokolonialismus im globalen S\u00fcden. <\/p>\n\n\n\n<p>Neben einer sozial-\u00f6kologischen Verkehrswende bedarf es hierzulande daher auch einer radikalen Ressourcenwende. Diese ist nur durch Suffizienz umsetzbar, das hei\u00dft eine\u00a0Abkehr von der Ideologie des Wachstums und damit auch des Kapitalismus an sich sowie eine Fokussierung auf De-Growth! Denn gr\u00fcnes Wachstum ist genauso wie sauberes Gas eine dreckige L\u00fcge. Doch wenn der Kuchen nicht mehr wie gewohnt gr\u00f6\u00dfer wird, dann muss es erst recht hei\u00dfen:<strong>\u00a0Um-ver-teilen!!<\/strong><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Redebeitrag auf der Umverteilen-Demo in Berlin. Beim Thema \u201eumverteilen\u201c und Autokapitalismus denken viele m\u00f6glicherweise als erstes an ultrareiche Gro\u00dfaktion\u00e4rsfamilien, deren Verm\u00f6gen durch Zwangsarbeit und Konformit\u00e4t w\u00e4hrend des Nationalsozialismus entstanden ist. Die Hauptaktion\u00e4rin und Aufsichtsr\u00e4tin bei BMW Susanne Klatten hat ein Verm\u00f6gen von circa 23 Mrd. Euro. Das macht sie zur reichsten Frau Deutschlands. Bini [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-799","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-uncategorized"],"blocksy_meta":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sand-im-getriebe.mobi\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/799","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sand-im-getriebe.mobi\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sand-im-getriebe.mobi\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sand-im-getriebe.mobi\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sand-im-getriebe.mobi\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=799"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sand-im-getriebe.mobi\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/799\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":800,"href":"https:\/\/www.sand-im-getriebe.mobi\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/799\/revisions\/800"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sand-im-getriebe.mobi\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=799"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sand-im-getriebe.mobi\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=799"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sand-im-getriebe.mobi\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=799"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}